Menschen können dieselben Wörter benutzen und trotzdem Verschiedenes meinen.
„Nähe“ kann für den einen heißen, viel miteinander zu sprechen – und für den anderen, gemeinsam schweigen zu können. „Freiheit“ kann individuelle Selbstbestimmung meinen oder die Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen. „Erlösung“, „Leiden“, „Gemeinschaft“, „Gerechtigkeit“, „Ruhe“ oder „Rücksicht“ klingen vertraut und tragen doch je nach Denk-, Glaubens- oder Erfahrungswelt ganz andere Voraussetzungen.
In anderen Worten setzt genau dort an.
Die Reihe stellt zwei Perspektiven nebeneinander und fragt nicht zuerst, welche recht hat, sondern:
> Was meint ein Mensch eigentlich, wenn er dieses Wort, diesen Satz oder dieses Lebensgefühl aus seiner eigenen Perspektive heraus beschreibt?
Die Bücher übersetzen deshalb nicht Wort für Wort.
Sie übersetzen:
- Begriffe, - Erfahrungen, - Erwartungen, - unausgesprochene Voraussetzungen, - typische Missverständnisse, - moralische Intuitionen, - Denkbewegungen, - Lebensgefühle.
Dabei soll weder eine Perspektive auf die andere reduziert noch ein Unterschied künstlich geglättet werden.
Die Reihe baut Brücken, ohne so zu tun, als wären beide Ufer dasselbe.