Es gibt Themen, bei denen Ernsthaftigkeit leicht mit feierlicher Miene verwechselt wird.
Spiritualität zum Beispiel. Das Älterwerden. Beziehungen. Männlichkeit. Selbstoptimierung. Die Suche nach Sinn. Und all die kleinen Versuche, mit einer neuen Methode, einem besseren Vorsatz oder dem richtigen Meditationskissen endlich ein Mensch zu werden, mit dem man selbst gern zusammenleben würde.
Weitlicht Seitenblicke betrachtet solche Dinge aus einem leicht verschobenen Winkel.
Die Bücher der Reihe sind komisch, aber keine bloßen Witzsammlungen. Sie nehmen die Fragen unter dem Witz ernst. Sie lachen über Eitelkeit, Gewissheiten, Rituale, Konsum, Selbstbilder und die erstaunliche menschliche Fähigkeit, ausgerechnet auf dem Weg zur Gelassenheit ungeheuer verbissen zu werden.
Dabei beginnt der Humor möglichst bei der eigenen Sprecherfigur.
Niemand soll vorgeführt werden, nur weil er alt, krank, gläubig, unbeholfen oder anders ist. Interessant wird es dort, wo Menschen sich selbst etwas vormachen, große Ideale auf gewöhnlichen Alltag treffen oder Würde und Wirklichkeit kurz verschiedene Pläne verfolgen.
Weitlicht Seitenblicke nimmt ernste Lebensfragen ernst genug, um auch über sie lachen zu können.
Trocken, warm, klug – und gelegentlich herrlich unangemessen.